Eis Parteipresidenten

Marc Spautz
2014-haut

Marc Spautz

Opgewuess ass de Marc Spautz zu Schëffleng, wou hien och haut nach wunnt. Seng knapp Fräizäit gehéiert senger Famill a sengen Frënn. E flott gemittlecht Zesummesinn bei engem gudden Iessen an engem Patt zielt fir de Marc zur Liewensqualitéit. Fir nei Energie an frëschen Enthousiasmus ze tanken spazéiert de Marc duerch Schëfflenger Bëscher oder awer verdéift sech an eng interessant Lektür.

De Kontakt zum Bierger ze fleegen an op all Fro och eng Reckmeldung ze ginn ass eng vun de politeschen Prioritéiten vum Marc Spautz.

De Marc Spautz ass geléierten Autosmechaniker, huet sech awer gläichzäiteg an eng gewerkschaftspolitesch Richtung orientéiert an entwéckelt. „Eng Aarbechtsplaz fir jiddereen“ ass eent vun de Grondrechter fir dat sech de Marc vehement asetzt. Säit senger Jugend ass de Marc an der CSV aktiv. Als Deputéierten um Krautmaart kann hien kombinéiert Sozialpolitik matgestalten an ëmsetzen.

De 14. November 2009 gett den Marc Spautz um Nationalkongress zum neien Generalsekretär vun der CSV gewielt.

Nom Doud vum Lucien Thiel gouf de Marc Spautz den 11. Oktober 2011 zum néien Fraktiounspresident vun der CSV gewielt.

De 24. November 2011 gouf de Marc Spautz als Schëffe vun der Gemeng Schëffleng vereedegt.

Am Kader vun enger Regierungsembildung ass de Marc Spautz de 27. Abrëll 2013 vum Premierminister Jean-Claude Juncker an Regierung nominéiert ginn. Hien krut Ressorten vun der Famill, der Kooperatioun a de Relatioune mam Parlament zougedroen.

De 30. Abrëll 2013 gouf de Marc Spautz offiziell vum Grand-Duc vereedegt.

Bei de Wahlen vun Oktober 2013 ass de Marc Spautz rëm als Deputeierten an d’Chamber gewielt ginn.

Am Februar 2014 ass hien zum CSV-Parteipresident gewielt ginn.

Michel Wolter
2009-2014

Michel Wolter

(Luxemburg, 13. September 1962)

Michel Wolter, der über 30 Jahre politische Arbeit auf hohem Niveau gestaltet, versteht Politik als Dienst am Menschen. Vernetztes Denken herzustellen, liegt dem studierten Wirtschaftswissenschaftler am Herzen: „Zuerst schauen, analysieren, dann nachdenken, planen und zum Schluss handeln!“

Von 1981 bis 1985 studierte er Wirtschaftswissenschaft auf der Universität Paris I. 1984 hielt Michel Wolter mit 21 Jahren Einzug auf „Krautmaart“, wo er zehn Jahre als Abgeordneter wirkte.

1995 übernahm er das Amt des Ministers für den Öffentlichen Dienst und die Verwaltungsreform. Bis 2004 war er zudem Innenminister mit erweiterten Kompetenzen in den Bereichen Landesplanung, Polizei und Wasserwirtschaft.

Nach zehnjähriger Verantwortung als Minister, wechselte er 2004 auf eigenen Wunsch ins Parlament und übernahm den Fraktionsvorsitz der CSV. Ab 2009 leitete er als Parteipräsident die Geschicke der CSV.

Michel Wolter ist ein Mann für heiße Eisen, scheut keinesfalls heikle Aufgaben zu übernehmen und unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Er wagt sich an Reformen und stellt alte Denkmuster in Frage. Seine Interventionen sind recherchiert, bauen auf Detailanalysen und sind mit dem Blick nach vorne gerichtet. Politische Schnellschüsse gibt es bei ihm nicht. Seine politischen Schwerpunkte sind nach wie vor die Finanzen und Wirtschaft, Landesplanung sowie die Innen- und Gemeindepolitik.

Seit 2006 ist er Mitglied des Gemeinderates Niederkerschen, wo er im Dezember 2009 das Amt des Bürgermeisters übernahm. Nach den Kommunalwahlen 2011 und der Fusion der Gemeinden Niederkerschen und Küntzig wurde er Bürgermeister der Gemeinde Käerjeng; ein Amt, das er auch noch nach den Wahlen 2017 mit viel Engagement und Leidenschaft ausführt.

François Biltgen
2003-2009

François Biltgen

(Esch-Alzette, 28. September 1958)

Studium am Lycée des Garçons in Esch-Alzette, Rechtsstudium in Paris, Diplom in internationalen Beziehungen am Institut d’Études politiques (Paris).

Von 1983 bis 1994 parlamentarischer Fraktionssekretär der CSV in der Nachfolge von Jean-Claude Juncker. 1987 in den Gemeinderat der Stad Esch-Alzette gewählt, 1997 Schöffe (Finanz- und Sozialbereich). Als Abgeordneter (1994-1999) war Biltgen parlamentarischer Berichterstatter mehrerer Gesetzesentwürfe, insbesondere im Bereich Arbeitsrecht und institutionelles Recht. Gleichzeitig veröffentlichte er wissenschaftliche Abhandlungen sowie für die breite Öffentlichkeit bestimmte Beiträge zu Rechtsfragen.

Ab 1999 Minister (Arbeit und Beschäftigung, Kultus, Kultur, Hochschule und Forschung). Von 2003 bis 2009 Präsident der CSV. Als Parteipräsident betonte er gerne die geschichtliche Kontinuität der Partei. 1989 hatte er eine kleine Parteigeschichte verfasst.

Von 2009 bis 2013 ist er Minister für Justiz, Öffentliche Verwaltung, Kultus, Hochschule und Forschung sowie für Kommunikation und Medien.

Seit 2013 ist er Richter am Europäischen Gerichtshof.

Erna Hennicot-Schoepges
1995-2003

Erna Hennicot-Schoepges

(Düdelingen, 24. Juli 1941)

Mit bereits 18 Jahren wird sie Mitglied der CSV. Studium am Lycée de Jeunes Filles in Esch-Alzette sowie an den Musikhochschulen von Brüssel und Paris. Sie moderiert u.a. Sendungen bei Radio Luxemburg unter dem Namen Colette (1963-1979). Von 1966 bis 1986 gibt sie Klavierunterricht am hauptstädtischen Musikkonservatorium.

Keine andere Frau hat bisher in der CSV eine so bedeutende Rolle gespielt wie Erna Hennicot. Von 1979 bis 1988 ist sie Vorsitzende der CSF, von 1979 bis 1989 Abgeordnete und von 1989 bis 1995 Parlamentspräsidentin. Von 1988 bis 1995 ist sie Bürgermeisterin der Gemeinde Walferdingen.

Sie bekleidet das Amt der CSV-Vizepräsidentin, bevor sie als erste Frau zur Parteipräsidentin gewählt wird (1995-2003). 1995 kommt sie zu Ministerehren. Bis 2004 ist sie zuständig für die Bereiche Universität, Kultur und Öffentliche Arbeiten. Von 2004-2009 ist sie Abgeordnete im Europaparlament.

Jean-Claude Juncker
1990-1995

Jean-Claude Juncker

(Redingen/Attert, 9. Dezember 1954)

Er verbringt seine Kindheit und Jugend in Beles. Nach Sekundarstudien in der katholischen Schule von Clairefontaine (Belgien) studiert er von 1975 bis 1979 Jura in Straßburg.

Nach der Wahlniederlage von 1974 wird der junge Student Mitglied der CSV (1975). 1980 wird er von der der Anwaltskammer vereidigt und damit als Rechtsanwalt zugelassen. Er übt diesen Beruf jedoch nie aus. Im Oktober 1979 wird er parlamentarischer Sekretär der Partei (bis 1982).

Im Dezember 1982 wird er von Premierminister Werner als Staatssekretär im Arbeitsministerium in die Regierung berufen. Im ersten Santer-Kabinett (1984) übernimmt er die Verantwortung des Arbeitsministers. 1989 wird Juncker zudem Finanzminister. Von 1990 bis 1995 ist er Präsident der CSV. Er ist maßgeblich an der Ausarbeitung des Maastrichter Vertrages (1992) beteiligt.

Nach seiner Ernennung zum Premierminister im Jahre 1995 beherrscht Juncker die politische Szene Luxemburgs. Im Ausland genießt er nicht zuletzt auf Grund seines europapolitischen Engagements und seines Verhandlungsgeschicks hohes Ansehen. Von 2005 bis 2013 ist er Vorsitzender der Euro-Gruppe.

Nach den Wahlen 2013 und dem Gang der CSV in die Opposition, bekleidet Jean-Claude Juncker das Amt des Fraktionspräsidenten der CSV im luxemburgischen Parlament bis zu seiner Ernennung zum EU-Kommissionspräsidenten am 1. November 2014.

Jean Spautz
1982-1990

Jean Spautz

(Schifflingen, 9. September 1930)

Jean Spautz arbeitete als Walzendreher bei ARBED-Belval. Mitglied des LCGB seit 1949, Präsident der katholischen Arbeiterjugend (JOC) (1954-1959), CSV-Abgeordneter von 1959-2004, Vorsitzender der CSJ (1960-1966). Spautz trägt 1966 maßgeblich zur Abschaffung des bei der Jugend unbeliebten obligatorischen Militärdienstes bei.

Als Nationalpräsident des LCGB (1967-1980) ist er bevorzugter Gesprächspartner der Arbeitgeber und der Regierung sowie ein entschiedener Gegner der Einheitsgewerkschaft. Mitglied der Regierung von 1980-1995 (Innenminister, Minister für Familie, Sozialwohnungswesen und soziale Solidarität), Präsident der Partei (1982-1990), Präsident der Abgeordnetenkammer (1995-2004) und Mitglied des Europaparlamentes (2004-2009).

Sozialpolitisch eher fortschrittlich eingestellt, vertritt Spautz in gesellschaftspolitischen Fragen eher wertkonservative Vorstellungen.

Jacques Santer
1974-1982

Jacques Santer

(Wasserbillig, 18. Mai 1937)

Nach Sekundarstudien am Athenäum studiert er an der Rechtsfakultät der Universitäten Straßburg und Paris sowie am Institut d’Études Politiques in Paris. Santer engagiert sich früh in verschiedenen katholischen Studenten- und Jugendverbänden. Er ist Generalsekretär der JEC und Präsident der ALUC. Nach einem Praktikum in der Anwaltskanzlei von Tony Biever – in der unter anderem auch Pierre Werner und Gaston Thorn (DP) tätig waren – wird Santer beigeordneter Regierungsrat im Arbeitsministerium.

1965 wird Jacques Santer Mitglieder der CSV. Im daraffolgenden Jahr wird er mit 29 Jahren erster vollamtlicher parlamentarischer Sekretär der CSV. Zwischen 1972 und 1974 bekleidet er den Posten des Generalsekretärs der Partei. Nach dem Rücktritt von Familienminsterin Madeleine Frieden (1972) rückt Santer als Staatssekretär in die Regierung (mit den Geschäftsbereichen Kultur sowie Arbeit und Soziales). Nach der Wahlniederlage von 1974 übernimmt er das Amt des Nationalpräsidenten der CSV. Nach dem Wahlsieg von 1979 wird er zum Finanzminister und Minister für Arbeit und soziale Sicherheit ernannt (1979-1984). Nach dem Abschied von Pierre Werner wird Jacques Santer Regierungschef (1984).

Mit dem Ausscheiden aus der nationalen Politik avanciert er zum Präsidenten der Europäischen Kommission (1995-1999). Von 1999 bis 2004 ist Santer erneut Europaabgeordneter.

Nicolas Mosar
1972-1975

Nicolas Mosar

(Luxemburg, 25. November 1927 – Luxemburg, 6. Januar 2004)

Mosar studierte Rechtswissenschaften in Paris. Zwischen 1962 und 1963 präsidierte er die “Conférence du Jeune Barreau de Luxembourg”.

Von 1959 bis 1984 ist er Mitglied des hauptstädtischen Gemeinderates. Zwischen 1970 und 1975 ist er gar Schöffen der Gemeinde. Mit 35 Jahren wurde er 1969 zum ersten Mal zum Abgeordneten des Parlamentes gewählt. Er bleibt Mitglied des Parlamentes bis 1984, außer zwischen 1974 und 1976. Von 1980 bis 1984 ist er Vizepräsident der Chambre des Députés.

Zudem war er von 1959 bis 1972 Generalsekretär der CSV und von 1972 bis 1974 Präsident der Partei. Von 1979 bis 1984 ist er Fraktionspräsident.

Nach 1985 wird er das Mitglied Luxemburgs in der Kommission der Europäischen Gemeinschaft. Er übernimmt den Posten des Energiekommissars unter Delors. Von 1989 bis 1992 geht er als Botschafter Luxemburgs nach Rom, Italien.

Jean Dupong
1965-1972

Jean Dupong

(Luxemburg, 18. Mai 1922 – Luxemburg, 6. Dezember 2007)

Nach seinem Studium am Athenäum begleitete der Achtzehnjährige 1940 die von seinem Vater geleitete Regierung in das politische Exil (Kanada und England) und diente in den luxemburgischen Streitkräften in England (1943-1945).

Nach dem Krieg studierte er Recht in Lausanne und Paris. Später arbeitete er dann als Anwalt. Nach dem plötzlichen Tod des Vaters (1953) wurde er auf Anhieb im Südbezirk in die Kammer gewählt (Abgeordneter 1959-1967 und 1974-1979), Parteipräsident (1964-1969), Minister (1967-1974), Mitglied des Staatsrates (1979-1994, zuletzt als Präsident).

Als Arbeits- und Erziehungsminister hat Dupong große Reformen durchgeführt (z.B. Mindestlohn, Mitbestimmung in den Betrieben, Modernisierung des Unterrichts, Koedukation, Laienmoralunterricht usw.).

In der Partei stand er zu dem fortschrittlichen, der Gesellschaftsentwicklung aufgeschlossenem Flügel.

Tony Biever
1964-1965

Tony Biever

(Luxemburg, 8. April 1908 – Luxemburg, 19. April 1990)

Gymnasialstudium am Athenäum, Rechtsstudium in Montpellier und Paris. Eröffnete eine angesehene Anwaltskanzlei in Luxemburg, in der u.a. drei zukünftige Staatsminister (Pierre Werner, Gaston Thorn und Jacques Santer) ausgebildet wurden.

1936 Sekretär der Rechtspartei für den Bezirk Zentrum, 1937 Abgeordneter. Als “Jungtürke” setzte er sich für eine Erneuerung der Partei ein und forderte “einen demokratischen Aufbau”. Abgeordneter von 1937 bis 1974 mit Ausnahme der Kriegsjahre (1940-1944), während denen er vom Gauleiter nach Deutschland zwangsverpflichtet wurde (z.B. Straßenbauarbeiten).

Sekretär der CSV-Kammerfraktion (1945-1956), Fraktionspräsident (1959-1974) und Parteipräsident (1964-1965). Vom Temparament her, aber auch aus Liebe zur Juristerei zog er es vor, im Hintergrund zu walten. 1959 strebte er “pour des raisons personnelles” den Staatsministerposten nicht an und machte so den Weg frei für Pierre Werner. Er war in den Jahren 1960-1970 als “graue Eminenz” der Parteimann, den Werner gerne um Rat fragte.

Émile Reuter
1945-1964

Émile Reuter

(Bofferdingen, 2. August 1874 – Luxemburg, 14. Februar 1973)

Gymnasialstudien am Athenäum, Rechtsstudium in Straßburg, Nancy und Paris, Advokat, Mitbegründer des Luxemburger Katholischen Volksvereins (1903), dessen Präsident er von 1903 bis 1918 und dann wieder von 1926 bis 1940 war.

Mitbegründer der Rechtspartei (1914), Abgeordneter 1910-1915, 1916-1918, 1925-1940 und 1945-1959, von 1926 bis 1959 auch Kammerpräsident. Staatsminister 1918-1925.

In den kritischen Nachkriegsjahren 1918-1919 hat er durch seine klug lavierende Diplomatie viel zum Erhalt der luxemburgischen Unabhängigkeit beigetragen. Emile Reuter war wegen seines korrekten Wesens allseitig geschätzt, auch von politischen Gegnern. In den Jahren 1914-1918 war er die eigentliche Führungsfigur der Rechtspartei.

Nach 1926 saß er nicht mehr an den Schalthebeln der Macht, behielt aber in der Partei als große Respektsperson Einfluss. Als Parteipräsident (1945-1964) war er eher zurückhaltend.