Juncker bleibt Eurogruppenchef/Juncker reste à la tête de l’Eurogroupe

Der Luxemburger Premier Juncker erhielt nach einem Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel ein neues Mandat für den Eurogruppenvorsitz von zweieinhalb Jahren. Er will aber bereits vorher zurücktreten. / Jean-Claude Juncker a été reconduit dans la nuit de lundi à mardi à la présidence de l’Eurogroupe, qui réunit les ministres des Finances de la zone euro.

“Spätestens Anfang nächsten Jahres möchte ich den Posten wieder abgeben. Bis dahin sind noch einige wichtige Entscheidungen zu treffen”, sagte Juncker nach der Sitzung in Brüssel.

Möglich wurde die Mandatsverlängerung durch eine zweite Personalie: Die Minister nominierten nach Angaben aus der Eurogruppe den luxemburgischen Notenbankchef Yves Mersch für den vakanten Posten im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB). Das Direktorium ist das Machtzentrum der Notenbank in Frankfurt.


Juncker (57) hatte die Entscheidung für Mersch zur Bedingung dafür gemacht, um weiter an der Spitze der Eurogruppe zu bleiben. Juncker selbst sagte der Nachrichtenagentur dpa, er erwarte eine Entscheidung noch bei der Abendsitzung am Montag. Zu dem Postenpoker sagte er: „Ich habe dazu alles gesagt.“
Der deutsche Finanzfachmann Klaus Regling soll den neuen Rettungsschirm ESM leiten. Er führt bereits den befristeten Krisenfonds EFSF.


Mehr Zeit für Spanien


Die EU-Finanzminister entschieden auch, dass das krisengeschüttelte Spanien mehr Zeit zur Haushaltssanierung bekommen soll. Die EU-Finanzminister wollen bei ihrem Treffen am Dienstag in Brüssel einen Vorschlag der EU-Kommission beschließen, wonach Madrid erst 2014 – und damit ein Jahr später – sein Defizit wieder unter Kontrolle haben muss. Madrid hätte damit mehr Luft, maroden Banken wie der angeschlagenen Großbank Bankia unter die Arme zu greifen.


„In der Regel unterstützen wir die Vorschläge der EU-Kommission“, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nach Beratungen mit seinen Euro-Amtskollegen in der Nacht in Brüssel. Die Finanzminister der 17 Euro-Staaten machten deutlich, dass sie als Gegenleistung vom rezessionsgebeutelten Spanien zusätzliche Sparanstrengungen verlangen. In zwei Jahren muss Madrid seine Neuverschuldung dann wieder unter die Maastrichter Marke von drei Prozent der Wirtschaftsleistung drücken. Spanien ist die viertgrößte Volkswirtschaft im Euro-Raum.


30 Milliarden für Spanien


Nach neunstündigen Beratungen hatten die Euro-Finanzminister beschlossen, dass spanische Krisenbanken noch im laufenden Monat erste Finanzspritzen von 30 Milliarden Euro erhalten. Das kündigte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker an. Die Europäer wollen damit die hoch nervösen Finanzmärkte beruhigen, die hohe Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen verlangen.


Die obersten Kasse
nhüter einigten sich im Grundsatz auf das spanische Bankenprogramm, das einen Umfang von bis zu 100 Milliarden Euro haben soll. Die Kassenhüter wollen bei einem Sondertreffen am 20. Juli endgültig entscheiden.


Quelle: Wort.lu

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Le chef de file des ministres des  Finances de la zone euro, Jean-Claude Juncker, quittera la tête de l’Eurogroupe  au plus tard «au début de l’an prochain», a-t-il indiqué au cours d’une  conférence de presse dans la nuit de lundi à mardi.
M. Juncker a été reconduit à la tête de l’Eurogroupe pour un mandat  théorique de deux ans et demi, mais il a expliqué qu’il partirait «bien avant ce  terme, d’ici la fin de l’année ou le début de l’an prochain».


Le Premier ministre luxembourgeois a été nommé pour la première fois à ce poste en 2005 et son mandat arrivait à échéance le 17 juillet. Sa nomination a été décidée au terme d’une réunion de plus de huit heures de  l’Eurogroupe à Bruxelles.
Au début de cette réunion, les ministres des dix-sept Etats membres de l’Union monétaire avaient proposé de nommer Yves  Mersch, au sein du directoire de la Banque centrale européenne (BCE). Ce choix  doit être entériné formellement mardi par les ministres des Finances de  l’ensemble des vingt-sept pays de l’Union européenne.  


La nomination du président de l’Eurogroupe était un casse-tête qui ne  trouvait pas de solution depuis plusieurs mois. Le ministre allemand des Finances Wolfgang Schäuble était officiellement candidat à ce poste stratégique,  mais la France y était hostile et poussait pour une prolongation du mandat de  Jean-Claude Juncker.  


Ce dernier, qui avait dans un premier temps manifesté l’intention de rendre  son tablier, avait finalement accepté de rempiler pour six mois maximum, et à  condition d’obtenir aussi la nomination de son compatriote Yves Mersch à la BCE.

Source: Wort.lu