Kaalwer vum Fuuss gerass : D’Béischten dobannen halen kann net d’Léisung sinn. Wat gëtt ënnerholl fir de Risiko ze minimiséieren ?

Herr Präsident,

 

Gemäß Artikel 83 der Geschäftsordnung der Abgeordnetenkammer bitte ich Sie die vorliegende parlamentarische Anfrage an den Minister für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung weiterzuleiten.

 

Die Problematik von frischgeborenen Kälbern welche vermutlich durch Fuchsattacken angefressen wurden und in Folge dessen verstorben sind ist nicht neu und wurde schon in mehrere parlamentarischen Anfragen (No 2463 und No 4084) aufgegriffen. Laut den Antwortschreiben wurden im Jahr 2016 30 Vorfälle bei der Veterinärverwaltung gemeldet und registriert. Bei der Natur- und Forstverwaltung (ANF) sind 2017 und 2018 insgesamt 10 Meldungen von Angriffen auf Kälber telefonisch oder über E-Mail eingegangen. Die eigens zur Überwachung eingerichtete Task-Force (bestehend aus Vertretern des Landwirtschaftsministeriums, des Gesundheitsministeriums und des Umweltministeriums) hatte im Jahr 2018 keine Hinweise auf einen Anstieg zu vermelden.

 

Laut einem kürzlich erschienenen Artikel aus der luxemburgischen Landwirtschaftspresse gibt es jedoch neue Fälle von Angriffen auf Kälbern zu vermelden. Innerhalb von drei Wochen wurden auf der gleichen Weide insgesamt 4 Kälber wohl durch einen Fuchs gerissen. Auch andere Betriebe wären betroffen.

 

Um die Risiken und Gefahren für die Kälber zu verringern wurde meinen Informationen nach den betroffenen Landwirten seitens der Veterinärverwaltung geraten die Tiere von der Weide zu nehmen und in einen Stall unterzubringen. Da zu einer artgerechten Mutterkuhhaltung auch eine Weidetierhaltung gehört, kann die von der Veterinärverwaltung vorgeschlagene Lösung keine ernstzunehmende Alternative sein.

 

Vor diesem Hintergrund möchte ich folgende Fragen an den Minister für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung stellen

·         Kann der Herr Minister diese Informationen bestätigen?

 

·         Sieht der Herr Minister die Weidetierhaltung noch immer als die bevorzugte Haltung der Tiere oder wird in der Mutterkuhhaltung die Stallhaltung bevorzugt?

 

·         Welche Maßnahmen werden unternommen um die Risiken und Gefahren für Kälber aber auch für Schafe durch Fuchsattacken zu mindern?

 

·         Wie viele durch eine Fuchsattacke verendete Kälber gibt es 2019 zu beklagen?

 

·         Werden bei allen schwer verwundeten Kälbern und Kadavern DNA-Proben entnommen?

 

·         Sind die Landwirte darüber informiert, dass DNA-Proben entnommen und untersucht werden können?

 

·         Wie viele Proben wurden 2019 entnommen?

 

·         Im Falle einer vermeintlichen Fuchsattacke, wer ist der Ansprechpartner der Landwirte seitens der staatlichen Verwaltungen?

 

 

Es zeichnet hochachtungsvoll,

Martine Hansen

Abgeordnete

 

 

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