Karlspreis für Jean-Claude Juncker

Für seinen leidenschaftlichen Einsatz für die europäische Vereinigung erhält Premierminister Jean-Claude Juncker den Aachener Karlspreis 2006
Der 51-Jährige werde als großer Europäer ausgezeichnet, so die Begründung des Karlspreis-Direktoriums. Mit Glaubwürdigkeit, Kompetenz und Leidenschaft sei er immer wieder Motor und Vordenker des Integrationsprozesses.

So hob das Direktorium die Rolle Junckers in der europäischen Krise nach dem Scheitern der EU-Verfassung und im Finanzstreit hervor. “Jean-Claude Juncker ist ein großer Europäer, dem es zuzutrauen ist, den Weg herauszufinden und die Union wieder zu stabilisieren”, kommentierte der Aachener Oberbürgermeister Jürgen Linden, ebenfalls Mitglied des Karlspreis-Direktoriums. Juncker sei für die Politik und für die Bürger ein Mensch des Vertrauens. Er sei offen, seriös und völlig uneitel. Ihm gelinge wie kaum einem anderen ein Interessensausgleich in der EU auf die Schiene zu bringen. Nur wenige könnten wie er die Bürger für Europa gewinnen.

“Einer, der Tag und Nacht für Europa arbeitet”

“Jean-Claude Juncker ist einer, der Tag und Nacht für Europa arbeitet”, sagte Linden. Obwohl er ein junger Staatsmann sei, habe er länger als jeder andere Regierungschef an der Fortentwicklung des Integrationsprozesses entscheidend mitgewirkt. “Er wünscht sich ein wirtschaftlich starkes und innovatives Europa”, hieß es weiter. Juncker stehe jedoch auch für ein Europa der althergebrachten sozialen Werte.

Der Karlspreis gilt als eine der bedeutendsten europäischen Auszeichnungen. Er wird seit 1950 an Persönlichkeiten und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Der seit 1950 verliehene Preis wird im Übrigen traditionell am Fest Christi Himmelfahrt in der Bischofsstadt übergeben, das ist 2006 der 25. Mai.